Algorithmen auf Instagram und Co. - Verstehen zum Erfolg auf Social Media, Digi Summit, Website Blog

Algorithmen auf Instagram und Co. - Verstehen zum Erfolg auf Social Media, Digi Summit, Website Blog

Soziale Medien begleiten uns schon seit einigen Jahren. Wir nutzen sie für Unterhaltung, zur Kommunikation und zur Inspiration. Jedes Medium hat dabei seine eigenen Stärken, die sie so individuell für unseren Nutzen und unsere Ziele machen. Möchten wir uns zum Beispiel professionell vernetzen, dann landen wir schnell bei LinkedIn. Möchten wir unterhaltsame Inhalte verbreiten, dann sind Instagram und TikTok die erste Anlaufstelle. Als Unternehmen hat man daher viele Möglichkeiten sich auf Social Media auszutoben. Doch erfolgreiche Postings zu generieren, ist dann wieder eine andere Sache. Hilfreich ist es hierbei, die Algorithmen hinter den sozialen Medien zu verstehen, die eure Postings pushen. Wir haben es uns daher zum Ziel dieses Blogartikels gemacht, Euch über die Algorithmen der sozialen Medien aufzuklären, damit eure Postings nicht nur euren bisherigen Followern, sondern auch anderen Menschen angezeigt werden.

Was sind Algorithmen?

Erstmal ist es aber wichtig, genau zu verstehen, was ein Algorithmus ist und was er macht. Ein Algorithmus ist ein Verfahrensschema, bei dem über viele kleine Einzelschritte verschiedene Anweisungen ausgeführt werden, die dann zu einem bestimmten Ergebnis führen. Dieses Schema wird für die verschiedensten Prozesse programmiert und läuft meist automatisch ab. Ein Algorithmus analysiert dabei verschiedene Eingabedaten, wandelt diese in Ausgabedaten um, bewertet diese und gibt ein entsprechendes Ergebnis aus. Ganz heruntergebrochen: Ein Algorithmus macht das, was unser menschliches Gehirn in einem Entscheidungsprozess auch macht, bloß halt etwas komplexer. 

Algorithmen findet ihr eigentlich in jedem Lebensbereich. Besonders wichtig aber sind sie in der Informatik und in der Mathematik. Algorithmen bieten hier die Möglichkeit, riesige Datenmengen zu analysieren und den Zeitaufwand dadurch stark zu minimieren. Im Internetbereich, und da sind wir bei unseren wundervollen sozialen Medien, sieht es genauso aus. Datenmengen aus Suchanfragen, veröffentlichten Inhalten und schließlich passenden Suchergebnissen werden täglich analysiert und ausgewertet. Zusätzlich beeinflussen persönliche Daten (wie beispielsweise der bisherige Suchverlauf, das Alter und der Wohnort) das Ergebnis im Internet stark. So erhalten zum Beispiel zwei Menschen gleichen Alters, Geschlechts und Wohnorts trotzdem ganz unterschiedliche Vorschläge auf Social Media, lediglich aufgrund ihrer unterschiedlichen Interessen. 

Und damit landen wir bei den Algorithmen, die hinter den einzelnen sozialen Medien stehen.

Der LinkedIn-Algorithmus

Beginnen wir mit LinkedIn. Denn hier geht es nicht nur darum, was dem Nutzer oder der Nutzerin gefällt, sondern welche Beiträge, Beziehungen oder Jobs anhand der Profilinformationen passend und interessant sein könnten. Der LinkedIn-Algorithmus versucht also einen Schritt weiter zu denken, um dem Nutzer den Aufbau eines weiten Netzwerkes zu ermöglichen. Es geht ebenfalls nicht um ein “Berühmter wird berühmter”-System, sondern um “Jeder relevante Beitrag kann gesehen werden”-System. 

Doch wie kann ein Unternehmen den Algorithmus nutzen, um auf LinkedIn zu wachsen? Hierbei sind 4 Punkte zu beachten: die eigene Aktivität auf LinkedIn, der Inhalt, die Qualität und die Aktualität der eigenen Posts. Um für LinkedIn wichtig zu erscheinen, müsst Ihr selbst auf der Plattform aktiv werden. Das bedeutet: Liken, Kommentieren, sich vernetzen. Dadurch erhaltet ihr wiederum selbst mehr Likes, Kommentare sowie Kontakte und ihr werdet als relevanter eingestuft. Was für wohl jeden Algorithmus im Internet wichtig ist, sind der Inhalt und die Qualität deiner Beiträge. Ein Beitrag mit einem Bild oder einem Video erhält deutlich mehr Aufmerksamkeit als ein reiner Text-Beitrag. Je höher dabei die Qualität der visuellen Daten, desto qualitativer wird es auch vom Algorithmus eingeschätzt. Aber auch die Qualität der Texte (also Rechtschreibung und Grammatik) werden in den Bewertungsprozess mit einbezogen. Inhaltlich solltet ihr auch immer Hashtags auf LinkedIn nutzen, denn die Funktion des Hashtags-Abbonierens setzt sich auf der Plattform stetig durch. Wie wichtig Hashtags auf anderen sozialen Plattformen sind, könnt ihr in unserem Fact-Sheet zum Thema Hashtags nachlesen: https://www.instagram.com/p/CeQlgdXKAdY/?img_index=1 

Ganz wichtig ist zudem, dass eure Beiträge aktuell sind. LinkedIn möchte seinen NutzerInnen aktuelle und wichtige Beiträge präsentieren, wodurch vor allem neue, aktuelle Themen betreffende Postings bevorzugt werden.

 

Der Instagram- und der TikTok-Algorithmus

Zwar gehören Instagram und TikTok zwei komplett unterschiedlichen Firmen an, doch im Algorithmus ähneln sie sich stark. Nicht ohne Grund, denn Instagram wird seit der Umstellung auf Reels und der Zukunftsaussicht “Instagram wird eine Videoplattform” auch als Nachmacher-TikTok beschrieben. Ein Vergleich zu TikTok und seinen Videoinhalten ist dadurch nachvollziehbar.

Im Gegenteil zu LinkedIn gehen Instagram und TikTok nach dem “Berühmter wird berühmter”-Prinzip. Je mehr Aufmerksamkeit und Interaktionen ein Profil dort bekommt, desto häufiger werden Beiträge dieser Profile angezeigt. Es ist daher deutlich schwerer, seine Beiträge an seine Zielgruppe zu bringen. Die Algorithmen von Instagram und TikTok achten beide vor allem auf personalisierte Vorschläge. Entsprechend des eigenen Suchverlaufes, der Beiträge, mit denen man interagiert hat, und der persönlichen Daten werden nur bestimmte Beiträge dem jeweiligen Nutzer angezeigt. Man befindet sich daher schnell in einer Filter Bubble, in der man die NutzerInnen nur schwer erreichen kann. 

Wie schafft ihr es aber trotzdem, NutzerInnen auf Instagram und TikTok zu erreichen? Auch bei diesen Plattformen ist die Qualität der visuellen Daten sehr wichtig. Je schlechter die Qualität, desto tiefer wird der Beitrag eingestuft. Auch die Art des Beitrages spielt eine große Rolle, vor allem auf Instagram. Einfache, quadratische Bilder möchte der Insta-Algorithmus nicht mehr; hochformatige Bilder, Carousel-Posts und Reels sind die Erfolgsmethode. Eine ebenso gute Methode ist das Schalten von Werbeanzeigen. Dabei könnt ihr selbst entscheiden, welcher Zielgruppe der Beitrag angezeigt wird. Dafür müsst ihr aber natürlich tiefer in eure Taschen greifen. Zu guter Letzt solltet ihr auch hier nicht auf Hashtags und vor allem nicht auf virale Lieder verzichten. Diese werden dazu genutzt, die Beiträge zu kategorisieren; stimmt ein Beitrag mit einem viralen Trend überein, dann wird dieser gepusht und erhält mehr Aufmerksamkeit.

Ihr möchtet mehr über TikTok und seine Erfolgskriterien erfahren, dann lest doch in unseren letzten Blogartikel hinein: https://digisummit.eu/2023/03/28/das-phaenomen-tiktok-und-seine-erfolgskriterien-digi-summit-website-blog/! 🤍

 

Fazit

Algorithmen sind so gut wie in jedem Lebensbereich anzutreffen. Sie erleichtern auf verschiedene Art und Weise unser Leben, unterstützen uns sowohl als Privatpersonen als auch in Unternehmen. Am bekanntesten sind uns Algorithmen wahrscheinlich auf Social Media, wobei Milliarden an Beiträgen analysiert, bewertet und entsprechend unserer Aktivitäten und Interessen angezeigt werden. Die Algorithmen werden dabei kontinuierlich verbessert, um den NutzerInnen ein perfektes Konsumerlebnis zu bieten. In Sachen Datenschutz und eigener Bildungsfreiheit sind Algorithmen wahrscheinlich stark diskutabel, indem sie uns so stark einschränken. Im Endeffekt sind wir aber trotzdem selbst verantwortlich, was wir anklicken, liken und uns dadurch angezeigt wird. 

Als Unternehmen einen Algorithmus ‘zu nutzen’ ist schwierig und wahrscheinlich auch falsch formuliert. Doch einen Algorithmus zu verstehen und dadurch zu erkennen, wie eine Social-Media-Strategie angepasst werden kann, kann so einiges für euer Unternehmen erleichtern.

Euer Digi Summit Team!