Ökomarketing - der Trend nach Nachhaltigkeit

Ökomarketing - der Trend nach Nachhaltigkeit, Digi Summit, Website Blog

Der Wunsch nach Nachhaltigkeit wird immer größer. Keine Umweltverschmutzung mehr, weniger Plastik, mehr abbaubare Stoffe – in der jetzigen Krisenzeit möchten wir immer mehr für unseren Planeten tun. Als einzelne Person können wir schon einiges tun, als große Einheit aber umso mehr. Auch Unternehmen nehmen diese Gefahr und Relevanz immer mehr wahr, gehen auf die Wünsche der Kunden ein und wandeln ihre Produkte, Verpackungen, Transportwege immer mehr zur Nachhaltigkeit gewandt um. Leider nutzen es aber auch viele Unternehmen aus, propagieren mit Nachhaltigkeit, wo aber keine ist. Im heutigen Blogartikel möchten wir daher die Umsetzung von Nachhaltigkeit in Unternehmen näher betrachten und wie es im Marketing umgesetzt werden kann.

Welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit für uns Menschen?

Der Trend zur Nachhaltigkeit ergreift immer mehr Menschen. Dabei stehen vor allem die Ziele, die Umwelt zu schützen, soziale Gerechtigkeit zu fördern und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten, im Vordergrund. Die Relevanz des Trends nach Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der steigenden Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen sowie in der Tatsache, dass Unternehmen, die nachhaltige Praktiken anwenden, oft besser abschneiden als ihre Konkurrenten. 

Darüber hinaus können nachhaltige Maßnahmen dazu beitragen, das Risiko von Umweltkatastrophen und sozialen Konflikten zu reduzieren und die langfristige Stabilität von Unternehmen und Volkswirtschaften zu fördern. Insgesamt ist der Trend zur Nachhaltigkeit von großer Bedeutung für die Zukunft unseres Planeten und unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass Unternehmen, Regierungen und Gesellschaften zusammenarbeiten, um nachhaltige Lösungen zu finden und umzusetzen, um eine bessere Zukunft für alle zu schaffen.

Wie kann Nachhaltigkeit in Unternehmen umgesetzt werden?

Unternehmen setzen Nachhaltigkeit auf verschiedene Weise um. Eine Möglichkeit besteht darin, die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu minimieren, indem sie beispielsweise erneuerbare Energien nutzen, Abfall reduzieren und die Emissionen von Treibhausgasen reduzieren. Ein weiterer Ansatz ist die Förderung sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechte, wodurch beispielsweise faire Arbeitsbedingungen und Löhne gewährleistet werden. Einige Unternehmen setzen auch auf nachhaltige Produktions- und Lieferketten, indem sie beispielsweise nachhaltige Rohstoffe verwenden und sicherstellen, dass ihre Lieferanten ebenfalls nachhaltige Transportmethoden anwenden. Darüber hinaus engagieren sich viele Unternehmen in der Gemeinschaft und tragen zur Förderung von Bildung, Gesundheit und anderen sozialen und ökologischen Initiativen bei. 

Ein gutes Beispiel ist hierbei das Unternehmen “Patagonia”. Das Unternehmen setzt sich für den Umweltschutz ein, indem es beispielsweise recycelte Materialien für seine Produkte verwendet und sich für den Schutz von Wildnisgebieten einsetzt. Es hat auch eine Kampagne gestartet, die Kunden dazu ermutigt, ihre Kleidung zu reparieren, um deren Lebensdauer zu verlängern. Eine ähnliche Kampagne setzt das Unternehmen “The Body Shop” um, welches ihre Kunden bestärkt, ihre Verpackungen zurückzubringen und zu recyceln. Weiterhin verwendet das Unternehmen für ihre Produktion fair gehandelte Rohstoffe und setzt sich für die Rechte von Frauen und Mädchen ein.

Diese Beispiele zeigen, dass Unternehmen Nachhaltigkeit auf unterschiedliche Weise umsetzen können. Sie können ihre Geschäftspraktiken und Produkte anpassen, um soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen. 

Dies geht übrigens auch digital. Unternehmen können zum Beispiel Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsprozesse integrieren, indem sie papierlose Arbeitsabläufe und digitale Dokumentenverwaltung implementieren. Dies kann dazu beitragen, den Papierverbrauch und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Weiterhin kann IoT-Technologie genutzt werden, um Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise den Energiebedarf bei technischen Geräten, kontrollieren und optimieren zu können. Zusätzlich ist es möglich, auch IT-Systeme “grün” zu machen, indem bei der Produktion recycelte Materialien oder während des Stromverbrauches erneuerbare Energien verwendet werden. Zu guter Letzt kann die Digitalisierung auch dazu beitragen, die Nachhaltigkeit im Verkehrssektor und somit bei den Transportwegen zu verbessern, zum Beispiel kann dies durch die Nutzung von Elektrofahrzeugen oder erneuerbaren Kraftstoffen umgesetzt werden.

 

Wie kann man Nachhaltigkeit im Marketing kommunizieren?

Um Nachhaltigkeit erfolgreich umzusetzen, müssen Unternehmen jedoch eine umfassende Strategie verfolgen, die von der Unternehmensleitung unterstützt und über alle Bereiche des Unternehmens hinweg umgesetzt wird. Eine transparente Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsleistungen und -ziele des Unternehmens ist ebenfalls von großer Bedeutung. Wie kann und sollte Nachhaltigkeit also kommuniziert werden?

Nachhaltigkeit im Marketing kann auf verschiedene Weise kommuniziert werden. Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Verwendung von nachhaltigen Materialien und Produktionsmethoden für Produkte und Verpackungen, die dann entsprechend beworben werden können. Meist steht es auch direkt auf der Verpackung mit Schlagwörtern wie “mit biologischen Inhaltsstoffen”, “klimaneutral”, “plastikfrei” oder auch “vegan”. Auch ein entsprechendes Design, was auf Natur verweist, wird häufig verwendet. 

Weiterhin können das Engagement des Unternehmens in sozialen und ökologischen Projekten oder die Verwendung von erneuerbaren Energien in der Produktion als nachhaltige Maßnahmen kommuniziert werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Glaubwürdigkeit der Kommunikation, um keine unerwünschten Imageschäden durch Unverständnis bei den KundInnen zu erzeugen. Es ist daher empfehlenswert, transparent und offen über die Nachhaltigkeitsbemühungen und -erfolge des Unternehmens zu berichten und auch auf Herausforderungen und Verbesserungspotenziale hinzuweisen.

 

Die Gefahr: Greenwashing

Nachhaltigkeit ist also ein gutes Marketinginstrument, um sein Unternehmen positiv bei ihren (möglichen) KonsumentInnen zu positionieren und mehr KundInnen und damit mehr Gewinn zu machen. Diese Vorteile möchten natürlich viele Unternehmen nutzen, jedoch setzen nicht alle wirklich auf Nachhaltigkeit. Was dabei entstehen kann, ist das sogenannte „Greenwashing“, wenn Unternehmen Nachhaltigkeit nur oberflächlich oder gar nicht umsetzen, aber dennoch damit werben. Das kann zwar für das Unternehmen erstmal gut laufen, wird dieses Vorgehen jedoch bekannt, kann dies zu Vertrauensverlusten bei KundInnen führen, wenn sie das Gefühl haben, getäuscht zu werden. 

Ein Beispiel für Greenwashing ist das Unternehmen Volkswagen, das im Jahr 2015 in einen Skandal verwickelt war, weil es bei Abgastests betrogen hatte. Zuvor hatte Volkswagen jedoch mit einem Image als umweltfreundliches Unternehmen geworben, was sich als falsch herausstellte. Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen H&M, das mit seiner „Conscious Collection“ nachhaltige Mode bewirbt, jedoch in der Kritik steht, weil es weiterhin Fast Fashion produziert und damit einen hohen Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen verursacht.

Es gibt jedoch auch Unternehmen, die Nachhaltigkeit ernsthaft umsetzen und sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Ein Beispiel ist der Kosmetikhersteller Weleda, der seit seiner Gründung im Jahr 1921 auf natürliche und biologische Inhaltsstoffe setzt und sich für den Schutz von Umwelt und Natur einsetzt. Ein weiteres Beispiel ist das schon angesprochene Unternehmen Patagonia, das sich für Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit einsetzt und dabei auch wirtschaftlichen Erfolg erzielt.

Fazit

Nachhaltigkeit im Marketing kann ein wichtiges Instrument sein, um Kunden zu gewinnen und ein positives Image zu schaffen. Allerdings kann es auch zu Greenwashing führen, wenn Unternehmen Nachhaltigkeit nur oberflächlich oder gar nicht umsetzen, aber dennoch damit werben. Dies kann zu Vertrauensverlust bei Kunden führen und das Image des Unternehmens schädigen. Es ist daher wichtig, dass Unternehmen transparent und glaubwürdig über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen berichten und diese auch tatsächlich umsetzen. Es gibt jedoch auch Unternehmen, die Nachhaltigkeit ernsthaft umsetzen und sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Diese Unternehmen können als Vorbilder dienen und zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg sich nicht ausschließen müssen. Insgesamt ist es wichtig, dass Nachhaltigkeit im Marketing nicht als bloßes Instrument zur Imagepflege genutzt wird, sondern als Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die auch tatsächlich umgesetzt wird.

Euer Digi Summit Team!